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Schicht GmbH
WasserAufbereitungsTechnik
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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Trinkwasser-Installationen

Hier werden die Legionellen betreffenden Betreiberpflichten nach geltender Trinkwasserverordnung beschrieben. Neben diesen Pflichten können sich aber auch Pflichten aus anderen Rechtsbereichen ergeben wie z.B.:
  • aus Hygienebestimmungen in Risikobereichen (z.B. Krankenhaushygieneverordnung)
  • aus der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht (BGB § 823)
  • aus der Verkehrssicherungspflicht für Mitarbeiter auch nach der Arbeitsstättenverordnung
  • aus der Fürsorgepflicht als Arbeitgeber
  • etc.
Für eine rechtlich verbindliche Aussage wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Gesundheitsamt.

Wie kann man sich mit Legionellen infizieren? nach oben ↑

Als Hauptinfektionsweg ist das Einatmen der Wassertröpfchen bei Vernebelung aus dem Warmwasserbereich anzusehen. Somit stellen insbesondere Duschen, aber auch Aerosole am Wasserhahn, Luftbefeuchter, Klimaanlagen und ebenso Kühltürme Gefahrenquellen dar. Wundinfektionen sind äußerst selten und auch normales Essen und Trinken ist möglich. Lediglich wenn dabei erregerhaltiges Wasser in die Luftröhre gelangt, können Infektionen entstehen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher ausgeschlossen.


Sind generell Ein- und Zweifamilienhäuser nicht von dieser Regelung betroffen? nach oben ↑

Werden die Eigenheime selbst bewohnt, dann besteht keine Untersuchungspflicht der sich darin befindenden Anlagen. Ein- und Zweifamilienhäuser sind grundsätzlich nicht betroffen.

Zwei Kriterien sind für die Untersuchungspflicht auf Legionellen ausschlaggebend:

1) die Abgabe von Trinkwasser an Dritte
2) das gleichzeitige Vorhandensein von Warmwasser-Installationen mit mehr als 400 Litern Inhalt oder Warmwasserleitungen mit mehr als drei Litern Inhalt zwischen dem Trinkwassererwärmer und der entferntesten Entnahmestelle.

Wer Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit im Sinne der Trinkwasserverordnung abgibt, macht sich untersuchungspflichtig.


Welche Regelungen gibt es für die Probennahme? nach oben ↑

In der UBA-Empfehlung heißt es: In jeder Trinkwasser-Installation sind im Rahmen der systemischen Untersuchung am Abgang der Leitung für Trinkwasser (warm) vom Trinkwassererwärmer sowie am Wiedereintritt in den Trinkwassererwärmer (Zirkulationsleitung) Proben zu entnehmen. Zusätzlich sind Proben in der Peripherie zu entnehmen. Die Entnahmestellen für die Proben in der Peripherie sollen so gewählt werden, dass jeder Steigstrang erfasst wird.


Kann man als Gebäudeeigentümer Wasserproben nicht selbst entnehmen und an ein Labor schicken? nach oben ↑

In der UBA-Empfehlung heißt es: In jeder Trinkwasser-Installation sind im Rahmen der systemischen Untersuchung am Abgang der Leitung für Trinkwasser (warm) vom Trinkwassererwärmer sowie am Wiedereintritt in den Trinkwassererwärmer (Zirkulationsleitung) Proben zu entnehmen. Zusätzlich sind Proben in der Peripherie zu entnehmen. Die Entnahmestellen für die Proben in der Peripherie sollen so gewählt werden, dass jeder Steigstrang erfasst wird.


Welche Legionellen-Anzahlen sind in der Trinkwasser-Installation zulässig? nach oben ↑

Legionellenkonzentrationen von unter 100 KBE/100 ml liegen noch unter dem technischen Maßnahmenwert und lösen nach Trinkw-Verordnung keine Pflichten aus. Achtung: Legionellen vermehren sich unter günstigen Bedingungen innerhalb drei Stunden um das Doppelte. Um das Gesundheitsrisiko der Nutzer zu minimieren und um die einwandfreie Trinkwasserhygiene zu gewährleisten., ist der empfohlene Zielwert somit „0“ KBE/100 ml. Eine Beprobung des Trinkwassers an den festgelegten Entnahmestellen ist lediglich eine Momentaufnahme des Trinkwassersystems.

Bei Legionellenzahlen über 100 KBE/100 ml liegt eine Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes nach TrinkwV vor, so dass der Unternehmer und der sonstige Inhaber der Trinkwasser-Installation die Verpflichtungen aus § 16 Abs. 7 TrinkwV (Gefährdungsanalyse) erfüllen muss.

Ab dem „Gefahrenwert“ von >10.000 KBE/100 ml sind zudem Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr wie beispielsweise ein Duschverbot oder Einsatz endständiger Filter notwendig.


Wer ist zur Meldung der Ergebnisse an das Gesundheitsamt verpflichtet? nach oben ↑

Bei Überschreiten des technischen Maßnahmenwertes ist der UsI/Betreiber verpflichtet, unverzüglich dem Gesundheitsamt Meldung zu machen.


Was muss getan werden, wenn der technische Maßnahmenwert überschritten ist? nach oben ↑

Der UsI hat bei Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes durch Legionellen folgende Pflichten:

  • Information des Gesundheitsamtes gem. § 16 Abs. 1 TrinkwV
  • Unverzügliche Information aller Nutzer im Objekt über den Legionellenbefall, sich daraus ergebende Einschränkungen in der Verwendung des Trinkwassers und das Ergebnis der Gefährdungsanalyse. Wichtig: Alle Nutzer müssen durch Aushang im Objekt oder Anschreiben über den Legionellenbefall im Trinkwassersystem informiert werden. Die Information einzelner betroffener Nutzer ist nicht zulässig.
  • die Maßnahmen durchzuführen oder durchführen zu lassen, die nach den anerkannten Regeln der Technik zum Schutz der Gesundheit der Verbraucher erforderlich sind.

    Die ergriffenen Maßnahmen sind dem Gesundheitsamt unverzüglich mitzuteilen. Die Untersuchungen und Maßnahmen sind zu dokumentieren und die Aufzeichnungen zehn Jahre verfügbar zu halten.


Welche Verpflichtungen haben die Unternehmer und die sonstigen Betreiber, die nicht explizit nach TrinkwV untersuchungspflichtig sind? nach oben ↑

Grundsätzlich gilt die Trinkwasserverordnung: Dort heißt es in § 4 Allgemeine Anforderungen unter (1):

Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist. Es muss rein und genusstauglich sein. Diese Anforderung gilt als erfüllt, wenn bei der Wasseraufbereitung und der Wasserverteilung mindestens die allgemein anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden und das Trinkwasser den Anforderungen der §§ 5 bis 7 entspricht. Die Haftung trägt der Unternehmer oder sonstige Betreiber der Trinkwasseranlage.


Was kann man gegen Legionellen in der Trinkwasser-Installation tun? nach oben ↑

Legionellen treten häufig bei einer Wassertemperatur zwischen 25 °C und 55 °C auf (nach Ablauf von maximal drei Litern)
Ursachen hierfür sind meist:

  • fehlender hydraulischer Abgleich
  • mangelnde Dämmung der Warm- und Kaltwasserleitungen
  • reduzierte Vorlauftemperatur
  • Stagnation durch Überdimensionierung oder Wassersparen der Nutzer.
Das Wasser steht natürlich auch in den Leitungen, wenn Bewohner länger abwesend sind, Wohnungen leer stehen oder nur gelegentlich genutzt werden, wie z.B. in Gäste- und Ferienzimmern.

Befinden sich Kalk- und Schlammablagerungen in Warmwasserspeichern und Rohrleitungen, fördert das das Auftreten von Legionellen.


Müssen Sie die in einer Gefährdungsanalyse festgelegten Maßnahmen durchführen. Wenn ja, bis wann? nach oben ↑

Bei Nichteinhaltung der Vorgaben der Trinkwasserverordnung oder der allgemein anerkannten Regeln der Technik müssen umgehend Abhilfemaßnahmen ergriffen werden. Der Gutachter bewertet in der Gefährdungsanalyse das Risiko der technischen Mängel und legt im Maßnahmenkatalog fest, innerhalb welchen Zeitraums, d.h. kurz (4 Wochen), mittel (3 Monate) langfristig (bis zu 1 Jahr) die Maßnahmen durchgeführt werden müssen. Ggf. kann das Gesundheitsamt im Rahmen einer Ermessensentscheidung für eine bestimmte Zeit von Anordnungen absehen, wenn keine Gefährdung der menschlichen Gesundheit zu besorgen ist.


Gibt es Konsequenzen bei Pflichtverletzungen? nach oben ↑

Die Trinkwasserverordnung 2011 sieht in §24 und §25 erhebliche Sanktionen vor, wenn gegen die Vorschriften der Trinkwasserverordnung 2011 verstoßen wird. Sollten Menschen zu Schaden kommen, ist mit zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.


Trinkwasseraufbereitung